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Heftnummer 138 bestellen
 
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Lilith und die Liebe
 
Die Macht des Weiblichen in Beziehungen


von Verena Bachmann
 

 
Die allgemeine Krise, in der wir stecken, das Aufbrechen bisheriger Strukturen und der laufende Bewusstseinswandel sorgen nicht nur in Wirtschaft und Politik, sondern auch in Liebe und Partnerschaft für Verunsicherung. Einerseits gewinnen Beziehungen und Familie nach einer Zeit der Individualisierung, des Einzelkämpfertums und des Egoismus zunehmend an Bedeutung, werden Liebe, Freundschaft, Partnerschaft und Gemeinschaft zum sicheren Hort, zum stärkenden und nährenden Pol in einer Welt, in der nichts mehr so ist, wie es war. Andererseits erhalten sie jedoch nicht nur mehr Gewicht, sie werden auch stärker belastet. Wenn Beziehung und Familie die Aufgabe erhalten, die eigenen Schwächen, Defizite und Ängste auszugleichen, dann wächst die Abhängigkeit. Und wenn sie zum Anker und Mittelpunkt des Lebens werden, fliesst viel mehr Energie in diese Systeme. Damit werden die vorhandenen Muster und Themen akzentuiert, und die Gefahr von Zerrformen nimmt zu.
 
Mit der Mitte der 1960er-Jahre erfolgten Rückkehr von Lilith, der «Grossen Göttin», ins Bewusstsein der Menschen erfolgte auch ein tiefgreifender Wandel in den Beziehungen. Dieses starke Symbol gibt dem Weiblichen seine alte Kraft und Macht zurück und betont das zyklische Element von Beziehungen. In ihrem Artikel wirft Verena Bachmann zuerst einen Blick auf die Bedeutung von Lilith in Zeiten des Patriarchats und zeigt, wie diese weibliche Qualität dort in den Untergrund, ins Unbewusste, ins Dämonisierte gedrängt wurde. Beziehungserfahrungen mit Lilith im patriarchalen Kontext schliessen diesen Teil ab.
 
Was Liliths Rückkehr und die mit ihr zusammenhängenden matriarchalen Bilder und Mythen bedeuten, stellt die Autorin anhand von drei Beispielen dar: Insektenstaat, Amazonen sowie der Rolle des Männlichen beim Ritual und in der Gesellschaft. Auch zu Lilith im matriarchalen Kontext werden die entsprechenden Beziehungserfahrungen dargestellt. Anschliessend geht es um die Gegenwart und was Lilith bezüglich Geschlechterkampf bedeutet, wobei es um patriarchale Wünsche und Ängste und weibliche Reaktionen darauf, um Ansprüche und Verhaltensweisen der Lilith-Frau und männliche Reaktionen darauf sowie um falsch verstandene Emanzipation geht
 
Zum Abschluss ihrer Ausführungen widmet sich Verena Bachmann dem zukunftsträchtigen Potenzial von Lilith und zeigt, wie diese in befreiter Form zu einem Tanz der Energien von Männlich und Weiblich anregt und die Magie in Liebe und Partnerschaften zurückbringt. In zwei separaten Kasten wird dargelegt, wann Lilith im individuellen Horoskop bezüglich Liebe und Beziehung wichtig wird, und es werden prominente Beispiele für unterschiedliche Beziehungsmodelle im Lichte der Lilith aufgeführt.
 

Verena Bachmann, pädagogische Ausbildung; seit 1982 astrologische Beratungspraxis in CH-Zürich; Leiterin der Schule für Erwachsene (SFER); ständige Mitarbeiterin von ASTROLOGIE HEUTE; Bücher: «Mondknoten. So nützen Sie Ihre Entwicklungschancen im Horoskop», «Pluto. Eros, Dämon und Transformation» (mit Claude Weiss)

 

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