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REFLEXE - REFLEXIONEN

 
In Hannover war Neugier erlaubt

Tagung «Astrologie und Christentum»

Pastor Michael Stier, Leiter der evangelischen Regional- und Stadtakademie Hannover, bekennt es offen: «Von kirchlicher Seite gibt es Aggressionen gegenüber der Astrologie. Einige sehen sie als Konkurrenz; als sei Astrologie ebenfalls eine Religion. Aus Unkenntnis und Verunsicherung ist die Bereitschaft gering, sich damit zu befassen. Dabei kann man nicht Theologie betreiben, ohne das Gebiet der Astrologie zu berühren.» Genau dies war ihm Anlass, sich auch über innerkirchliche Kritik hinwegzusetzen und bereits zum zweiten Mal eine Tagung der Begegnung zu organisieren: Astrologie und Christentum.

Zirka 100 Interessierte folgten am 4. Dezember 2004 der Einladung nach Hannover. Und die meisten Gäste schienen astrologiefreundlich eingestellt zu sein. So gab es kaum Widerspruch zu den Referaten von Pater Dr. Gerhard Voss, Dr. Kocku von Stuckrad, Dr. Gustav-Adolf Schoener, Nicolaus Klein und Dr. Ulrike Voltmer. Das Auditorium bezog sich eher auf erkenntnistheoretische Fragen: Wie kommt die Astrologie zu ihren Aussagen? Ist «Erfahrungswissenschaft» nicht ein Widerspruch in sich – da Erfahrung nicht wissenschaftlich replizierbar ist? Welchen Nutzen hat Statistik?

Die Vorträge konzentrierten sich hingegen auf Theologisches. Pater Voss zeigte die enge Verflechtung astrologischer und theologischer Geschichte auf, indem er Exempel der Astralmystik in der kirchlichen Überlieferung präsentierte. Die zwölf Mahnungen im 1. Thessalonicherbrief lassen sich beispielsweise unschwer als Analogien zu den zwölf Tierkreiszeichen lesen. Dr. Schoener führte gekonnt den Umgang mit Prognosen am Beispiel Martin Luthers vor, der nicht immer so astrologiekritisch eingestellt war, wie wir es heute oft lesen. Im Gegenteil: Luther befürwortete die Veröffentlichung einer Deutung seines Horoskops. In einem eigens verfassten Vorwort dazu schrieb er: «… die Zeichen am Himmel lügen gewiss nicht.»

Doch allzu sehr verboten und verbieten sich Kirchenvertreter eine Wissbegier auf die Astrologie. Seit Tertullian zirka 200 n. Chr. verkündete: «Wir bedürfen seit Jesus Christus nicht mehr der Neugier», fällt es den Theologen schwer, über den Tellerrand hinauszublicken. Insofern ist es erfreulich, dass Pastor Stier weitere Tagungen zu diesem Thema plant.

–Holger A. L. Fass


8. Internationales Symposium für Astrologie in Zürich

Das 8. Symposium für Astrologie in Zürich fand am 27./ 28. November 2004 wiederum über dem Trubel der Stadt im sehr schön gelegenen Restaurant «Neues Klösterli» direkt neben dem Zürcher Zoo statt. Beatrice Ganz, Zürich (CH), geprüfte Astrologin DAV, konnte um 10 Uhr eine beträchtliche Schar von treuen «Stammkunden» begrüssen sowie viele neue Teilnehmer. Dr. Harald Thurnher (A), Astrologe aus Wien, übernahm anschliessend wie gewohnt auf seine charmante Art die Moderation des Symposiums.

In ihrem ersten Vortrag «Beruf und Karriere im Horoskop», liess sich Beatrice Ganz etwas Besonderes einfallen und brachte den Horoskopeigner – den bekannten Schweizer Komponisten und Chopin-Interpreten Werner Bärtschi – gleich mit vor das anwesende  Fachpublikum. Nach einer einlässlichen Besprechung seiner Radixkonstellationen in beruflicher Hinsicht gab die Referentin anschliessend drei Fragen, die sich der Musiker für diesen Anlass aufgeschrieben hatte, an die Astrologen im Publikum weiter. Wer sich getraute, konnte vortreten und seine astrologische Antwort/Deutung gleich selber vortragen. Dadurch entstand ein wirklich faszinierender Strauss von astrologischen Interpretationen aus verschiedenen Blickwinkeln. Auffallend war die Einhelligkeit der Auffassungen und damit die spürbare Harmonie in den Deutungen – eine spontane und eindrückliche Leistungsschau astrologischer Deutungskunst.

Nach dem Mittagessen startete Dr. Harald Thurnher mit seinem Beitrag: «Lunare statt Solare – eine ‹verwaiste› Methode für die Jahresprognose». Die vom Referenten vorgeschlagene Methode fusst auf dem gleichen Gedanken wie die Progression, indem – beginnend mit dem ersten Lunar und endend mit zum Beispiel dem 20. Lunar für dieses Lebensalter – das Jahr nach dem Lunar gedeutet wird. Der Referent rief dazu auf, dies unbedingt einmal zu probieren, und berief sich dabei auf Dane Rudhyar und vor allem Oskar Adler. Er warnte in diesem Zusammenhang davor, den Mond zu unterschätzen; laut Adler spalte Sonne und Mond unser Ich. Ganz wesentlich ist, so der Referent, dass der kosmische Zustand der beiden Faktoren speziell berücksichtigt wird – ob zum Beispiel der Mond über der Sonne im Horoskop steht und welchen Aspekt die beiden zueinander machen. Pro Jahr gibt es 13 Lunare, was bedeutet, dass die Bestimmung eines relevanten Lunars gut machbar ist. Anhand des Lebensweges von Mahatma Gandhi verdeutlichte Harald Thurnher dann diese Methode. Die Lunare, so meinte er abschliessend, gäben Aufschluss über die Ressourcen, während die Solare sich besser eignen, um die Ziele zu erkennen.

Gundula Femmer (D) verfügt über eine 15-jährige Erfahrung in der Suchttherapie und besprach in ihrem Referat «Jugend- und Pubertätskrisen aus astrologischer Sicht» die Rolle von Saturn – unter anderem auch als Auslöser für schockierende Verarbeitungsprozesse zwischen Protest, psychischen Störungen und Suizid. Ihr Referat erlaubte einen tiefen Einblick in ihre Arbeit und zeigte den Stellenwert, den die Astrologie dort als Hilfsmittel hat. Sie interpretierte dabei Radixhoroskope verschiedener Jugendlicher mit schweren Schicksalen.

Detlev Hover (D) ist Diplom-Psychologe, Psychotherapeut sowie 1. Vorsitzender des DAV. Er ist Autor zahlreicher astrologischer Fachartikel und Mitautor des Buches «Die Astrologie Sprechstunde». In seinem Vortrag mit dem Titel «Astrologie, Archetypen und die Entwicklung des Bewusstseins» zeigte er, wie sehr der Mensch in seiner eigenen Geschichte lebt, die er deshalb erkennen sollte. Archetypische Darstellungen erleichtern dabei das Verständnis von Zusammenhängen. So schweben – wie der Referent darlegte – um den Kopf von Mariendarstellungen manchmal 13 Sterne. Dies zeige, wie sehr diese archetypische Figur mit dem Muttersymbol Mond und den 13 Mondzyklen im Jahr verbunden sei.

Heidi Treier (D) ist seit 30 Jahren Astrologielehrerin, Buchautorin (Karmaastrologie) und leitet das Studienzentrum Zarastro in Köln. In Zürich warb sie in ihrem Vortrag «Nützlichkeit karmischer Horoskopdeutung unter Einbeziehung aktueller Transite» für einen ganzheitlichen astrologischen Ansatz unter Einbezug des Karmakonzepts. Sie belegte diese Notwendigkeit mit Beispielen aus ihrem reichen Erfahrungsschatz und präsentierte praktikable und effiziente Methoden der karmischen Horoskopdeutung, insbesondere im Hinblick auf die Häuserspitzen (eingeschlossene Zeichen usw.). Eine wesentliche Rolle spielt für sie zudem das esoterische Herrschersystem.

Das Referat «Wenn keiner unten liegt – eine neue Sicht im Zusammenspiel von männlicher/dynamischer und weiblicher/magnetischer Energien» von Verena Bachmann (CH) leitete dann um 20 Uhr einen schönen Abend ein. Die Referentin setzte hier markante Akzente, welche Hoffnung für die Zukunft geben. Sie sieht diese Polarität durchaus in einem neuen Licht, das eine sehr differenzierte neue Beurteilung erfordert. Gelingt dies, so kann dadurch ein erheblicher Gewinn an Lebensqualität erzielt werden, der zum Beispiel der Dauerhaftigkeit einer Partnerschaft dient. Verena Bachmann hat offensichtlich ein wesentliches Problem geortet und hierfür nützliche Lösungsansätze erarbeitet.

Dr.Michael Nitsche (D) ist wissenschaftlicher Forscher auf dem Gebiet der Wellenlehre (insbesondere der Lichtwellen). Als Astrologe interessieren ihn daher vor allem die Planetenzyklen. Davon ausgehend hat er sich – wie er in seinem Beitrag «Die klassische Astrologie aus naturwissenschaftlicher Sicht» darlegte – ein ganz eigenes System aufgebaut, das diese Zyklen überlagert und damit grundlegende Erkenntnisse zu Harmonie und Spannung in einem Horoskop erlaubt. Damit sind auch bestimmte Prognosen möglich, die auf deutlich weniger Faktoren aufbauen als in der konventionellen Astrologie. Das System unterliegt nicht einem symbolischen Ansatz, sondern – zugunsten der exakten Berechenbarkeit – einem rein mathematischen. Inzwischen liegen erste praktische Ergebnisse in Form von Computerprogrammen und Manuskripten vor.

Die Astrologin Liliane Korotin (A) befasste sich in ihrem Vortrag «Edgar Cayce, der schlafende Prophet und seine Botschaft an die Menschheit» eingehend mit dem Lebenslauf von Cayce, dem weltberühmten amerikanischen Seher. Dessen Nachlass umfasst zirka 30000 «Readings», das heisst Sitzungen, bei denen er unter Hypnose erstaunliche Erkenntnisse weitergab, die heute auf über 5000 eng bedruckten Buchseiten publiziert sind. Frau Korotin brachte die jeweiligen astrologischen Daten im Leben von Cayce in stimmige Harmonie mit den Geschehnissen im Leben des Sehers. Wesentliche Ereignisse sind von astrologischen Konstellationen geprägt. Der Vortrag war schon wegen dem Betrachtungsgegenstand beeindruckend, aber auch wegen der Fülle der untersuchten Konstellationen.

Manfred Magg (D) ist gelernter Ingenieur, der sich mit langjährigen Ausbildungen und Studien – unter anderem bei Gertrud I. Hürlimann – zum Astrologen und Handleser weitergebildet hat. In seinem Vortrag «Was Handlesen mit der Astrologie verbindet» gelang es ihm in didaktisch hervorragender Weise, dem Publikum in kürzester Zeit eine plausible Verbindung von Astrologie und Handlesen aufzuzeigen. Wer hat zudem gewusst, dass sich bereits Aristoteles, Alexander der Grosse und Cäsar höchstpersönlich mit dem Handlesen befassten, es sich also um eine sehr alte Kunst handelt? Für Manfred Magg ist Handlesen die kleine Schwester der Astrologie.

Sibylle Sulser (CH) ist mit eigener Praxis als Supervisorin, Therapeutin und seit 1987 als astrologisch-psychologische Beraterin tätig. Sie ist Mitbegründerin des IPEI-Instituts, dessen operative Leitung ihr obliegt. Ferner ist sie Fachmitglied der Berufsorganisationen BSO, SAB und API International und hat eine Lehrtätigkeit inne. Mit ihrem Referat «Entwicklungsstufen in der Partnerschaft: Hürden, Krisen und Chancen» stellte sie sehr eindrücklich die Stufen dar, die eine Partnerschaft erklimmen muss – und wieso keine davon übersprungen werden kann. Dabei sind Krisen, wie die Referentin nachvollziehbar darlegte, beim Übergang von einer Stufe zur nächsten normal. Das Referat imponierte vor allem mit seinem direkten Praxisbezug und war dadurch sehr eingängig und nützlich.

Wolfgang Somary (GB) kam erneut die Ehre zu, das Schlussbouquet dieses Symposiums zu kreieren. Er tat dies unter dem Titel «Die Truhe der Pandora» ein weiteres Mal mit seinen profunden Kenntnissen der griechischen Mythologie. Seine dichterische Ader erlaubt es ihm immer wieder, die griechische Denkweise unmittelbar in die Gegenwart zu transponieren und die Mythen zudem feinfühlig mit der Astrologie zu verbinden. Dadurch entsteht ein faszinierender Bogen von der Antike bis zur Gegenwart.

Das nächste Internationale Symposium für Astrologie in Zürich wird am Samstag und Sonntag, den 26. und 27. November 2005, am gleichen Ort stattfinden.

–Jörg Ryser

Infos: Nähere Informationen zu vergangenen Anlässen und – sobald verfügbar – zum nächsten Symposium sind auf der Website www.alocality.ch zu finden.


Merkur ist ja nicht einfach nur so rückläufig …

Reaktionen auf den ASTROLOGIE HEUTE Wandkalender

Wir hatten ihn gross angekündigt, und dann lag er bei allen deutschen Abonnenten nicht drin: der «ASTROLOGIE HEUTE Wandkalender». Merkur war rückläufig, und die Enttäuschung bei vielen Leserinnen und Lesern natürlich gross. Selbstverständlich wurde der Wandkalender aber umgehend allen unseren deutschen Abonnenten nachgeschickt. Das Positive an der Sache war, dass wir sehr viele Rückmeldungen erhalten haben, die (fast) alle äusserst freundlich und oftmals auch mit Lob für unsere Zeitschrift bestückt waren.

Zuerst die gute Nachricht: Ich warte jedesmal wieder voller Neugierde auf die neue ASTROLOGIE HEUTE und bin schon jahrelange begeisterte Leserin! Die schlechte Nachricht: So ein ASTROLOGIE HEUTE Wandkalender 2005 wär schon eine tolle Sache gewesen, aber leider konnte ich diese Beilage nicht finden … Meint ihr, ich könnt ihn doch noch bekommen?
Waltraud Fischer, D-Glonn

Danke! Soeben hat uns die Post die Dezember/Januar-Ausgabe von ASTROLOGIE HEUTE mit dem Wandkalender 2005 zugestellt. Er schmückt unsere Türe zum Büro im schönen Mühlviertel und unterstützt uns auf dem Weg im neuen Jahr. Mit grossem Interesse verfolgen wir seit vielen Jahren die Entwicklung von ASTROLOGIE HEUTE.
Helmut & Vreni Heinrich, A-Eidenberg

Mit Freuden habe ich, wie immer, heute die ASTROLOGIE HEUTE aus meiner Post genommen und gleich hineingeschaut. Auf der zweiten Seite fand ich «Das Geschenk für alle Abonnenten» abgebildet. Wie enttäuscht war ich, als ich es nicht als Beilage in der Zeitung fand. Mit der Lupe habe ich ihn schon einmal betrachtet, und er macht mich sehr neugierig …
Theresia Sommer, E-Mail

Gerne hätte ich mein Geschenk entgegengenommen, leider war es nicht in der Post mit dem neuen Heft dabei – bitte nähren Sie meinen Jupiter, indem Sie mir den Kalender nachträglich zusenden – könnte ich wirklich gut gebrauchen.
Birgit Dirschka, E-Mail

Ein liebes Hallo in die Schweiz und ein herzliches Dankeschön für den sehr interessanten und schönen Jahreskalender. Ich freue mich sehr darüber!
Karin Witte, E-Mail

Als langjährige Abonnentin Ihrer Zeitschrift habe ich mich sehr über das angekündigte «Dankeschön», den Wandkalender 2005, gefreut. Leider habe ich ihn nicht gefunden! Schade! (Vielleicht ist der zurzeit rückläufige Merkur daran schuld?) Ansonsten bin ich immer wieder aufs Neue von ASTROLOGIE HEUTE begeistert. Die Artikel sind alle sehr interessant und regen zum Nachdenken an.
Marianne Hartung, D-Künzelsau

Hallo … der Wandkalender ist nun gut angekommen … vielen Dank! Ja, ja, der Merkur ist ja nicht einfach nur so rückläufig …
Astrid & Bob Meiners, E-Mail

Voller Spannung und Neugierde packe ich jedes Mal Ihre hervorragende Zeitschrift aus. So auch heute. Ausnahmsweise begann ich brav und ordentlich vorne mit Lesen und freute mich «tierisch» auf das als Beilage angekündigte Geschenk für alle Abonnenten, den astrologischen Wandkalender 2005. – Oh Ungemach! Soviel ich auch prüfte, ob ich mich nicht etwa geirrt hätte, es blieb dabei: Es lag keiner drin in der Zeitschrift. Da ich ihn mir aber so sehnlichst wünsche, frage ich an, ob Sie mir den Kalender nachschicken würden?
Irene Schmidt, E-Mail

Gestern habe ich den tollen Wandkalender bekommen. Vielen Dank. Er ist sehr schön und informativ.
Eva-Maria Wolpert, E-Mail

Am Samstag lag euer neues Heft in meinem Briefkasten, wie schon seit der ersten Ausgabe. Ich hab’s aufgemacht und angefangen zu lesen. Da stiess ich auf die frohe Botschaft, dass es heuer erstmals ein Treuegeschenk für die Abonnenten wie mich gibt!! Schöner Einfall, und sogleich hab ich mich auf die Suche gemacht nach dem Kalender. Aaaaber leider war mein Suchen vergeblich, nichts lag meiner Sendung bei. Schade, ich hätte ihn schon ganz gern. Vielleicht ist euch beim Verpacken ein Fehler unterlaufen – oder hat etwa der liebe rückläufige Merkur seine Finger im Spiel??
Angelika Weinzierl, D-München

In meinem Abo-Heft befand sich kein Wandkalender 2005, wie auf Seite 2 versprochen. Würden Sie mir bitte einen schicken? Machen Sie es lieb und ein schönes Leben noch!
Zoltán Szabó, D-Konstanz

 

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