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Eintritt von Chiron ins Fische-Zeichen
 
von Alexandra Klinghammer

20.5.2010

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Fig. 1
Chiron-Ingress ins Fische-Zeichen
20.04.2010, 08:27 LT, 06:27 GT
Zürich, CH (47N22, 08E32)
Koch

   
Am 20. April 2010 trat der Planetoid Chiron vom Wassermann in das Fische-Zeichen. Dort wird er sich bis Anfang 2019 aufhalten (mit einem Unterbruch von Ende Juli 2010 bis Anfang Februar 2011, wenn er wieder ins Wassermann-Zeichen zurückwechselt) und damit das gegenwärtige Jahrzehnt entscheidend mitprägen. Was ist von diesem Transit zu erwarten?
 
Chiron symbolisiert in der Astrologie das Leiden und den Schmerz, aber auch Mitgefühl und Heilung. Häufig fühlen wir uns in dem Bereich, in dem Chiron in unserem Geburtshoroskop steht, ohnmächtig und dem Geschehen hilflos ausgeliefert. Daraus kann eine unglaubliche, alles ergreifende Wut entstehen. Werden Menschen in ihrem Leben tief verletzt, sehen sie häufig keinen anderen Weg als sich für das Unrecht, das ihnen widerfahren ist, zu rächen – mit Worten, mit Taten, im schlimmsten Fall mit Gewalt. Die menschliche Geschichte ist voll von derartigen Tragödien und Schicksalen. So menschlich verständlich es ist, Ungerechtigkeiten mit gleicher Elle heimzahlen, so wenig vermag ein Verhalten nach der Maxime „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ die Konflikte letztendlich zu lösen. Im Gegenteil. Dadurch pflanzen sich die Probleme nur noch weiter fort. Einen Ausweg aus der Spirale der Destruktivität führt meist über die Wahrnehmung des eigenen Schmerzes und der damit verbundenen Gefühle. Erst wenn wir diese anspüren und annehmen können, werden wir fähig, zu verzeihen oder selbst um Verzeihung zu bitten. Besonders jetzt, mit dem Durchlauf von Chiron durch das Fische-Zeichen, welches ein Gefühlszeichen ist, haben wir die Möglichkeit, mehr Empathie und Mitgefühl in unser Leben zu integrieren. Gewinnen diese Werte in unserem persönlichen Leben an Bedeutung und gelingt es, diese auch für die Gesellschaft, beispielsweise für die Ökonomie, nutzbar zu machen, vermögen wir das Potenzial dieses Aspektes in seiner ganzen Tiefe auszuschöpfen. Unser Leben wird dadurch bereichert. 
 
Die Umwelt ist ein weiteres Thema, das uns mit Chiron im Fische-Zeichen besonders beschäftigen dürfte. Aufgrund der Zweigesichtigkeit Chirons  - einerseits Zerstörung, andererseits Heilung - ist es leider nicht auszuschliessen, dass Naturkatastrophen an Anzahl und Intensität zunehmen werden. Chiron in Fische kann eben auch die Verwundung der Natur bedeuten. Genau dies ereignete sich am Tag des Ingresses von Chiron in das Fische-Zeichen am 20 April 2010. Es war der Tag, an dem die Bohrinsel “Deepwater Horizon“ explodierte und 2 Tage später im Meer versank. Seitdem tritt das Rohöl in 1500 Meter Meerestiefe ungehindert in den Golf von Mexiko und sorgt dort für eine der grössten Ölkatastrophen in der Geschichte. [Seit Mitte Juli scheint es gelungen, das Loch abzudichten. Anm. d. Red.]
 
Die Katastrophe trägt astrologisch die Handschrift von Chiron in Fische. Chiron symbolisiert die Wunde. Dem Fische-Zeichen und seinem Regenten Neptun untersteht archetypisch das Meer, aber auch das Öl. „Das verwundete Meer“ ist also eine direkte Entsprechung von Chiron in Kombination mit dem Fische-Zeichen. Im kürzlich erschienenen Buch “Wendezeit 2010-2012“ haben wir in diesem Zusammenhang von der Gefahr von verschmutztem Wasser oder kranken Fischen und Meerestieren gesprochen. (A.Klinghammer, C. Weiss: Wendezeit 2010-2012, Seite 112, Edition Astrodata, 2009). Eine Entsprechung, die sich jetzt zeigt. Flora und Fauna der Küstenregionen der amerikanischen Bundesstaaten sind durch das austretende Öl extrem bedroht.
 
Durch derartige gigantische Katastrophen, die ganze Weltregionen verwüsten und das ökologische Gleichgewicht massiv gefährden, könnten wir in nächster Zeit nun endlich an einen Wendepunkt angelangen, indem nicht nur über konkrete Verbesserungen des Klimas debattiert, sondern endlich gehandelt wird. Das ist die Hoffnung, die wir mit diesem Aspekt verbinden dürfen.  

Weiterführende Literatur zum Thema

Alexandra Klinghammer, abgeschlossenes Studium der Psychologie an der Universität Köln; Geschäftsleiterin der ASTRODATA AG; seit 1996 ständige Mitarbeiterin von ASTROLOGIE HEUTE (E-Mail: Alexandra Klinghammer)

 

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