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Nr. 185, 2017, Feb. / März Inhalt
 
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K  A  L  E  N  D  E  R

 
 
 

Mitte Februar bis Mitte April 2017

von Verena Bachmann

 

Wir leben in anspruchsvollen Zeiten. Auch in den kommenden zwei Monaten stehen viele wichtige Prozesse an. Dabei werden einerseits Themen, die bereits im vergangenen Jahr und teilweise noch früher aktuell waren, erneut aufgenommen, andererseits werden viele Weichen gestellt und Impulse für Entwicklungen im kommenden Jahr gesetzt.  

Thematisch geht es vor allem um die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Idealen, Erwartungen, Wahrheiten und Werten. Es wird dabei immer deutlicher, dass es je nach Kultur, Entwicklung und Bewusstsein ganz unterschiedliche Perspektiven und Haltungen gibt: konservative, autoritäre Ansätze, die auf eine starke und bestimmte Führung setzen / idealistische Ansätze, die sich an den vielen sich bietenden Möglichkeiten und dem vorhandenen Potenzial orientieren und dabei Gefahr laufen, die nüchterne Wirklichkeit zu vernachlässigen / Menschen und Gruppierungen, die vor allem eine diffuse Bedrohung ihrer Welt wahrnehmen und sich entsprechend aggressiv und defensiv verhalten oder gar einigeln / solche, die mit ganz neuen Lebensmodellen und Weltbildern experimentieren. Vor allem da, wo die Beteiligten darauf beharren, dass ihre Sicht der Dinge die einzig wahre und richtige sei, können grosse Spannungen entstehen.

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Vollmondeklipse
11. 2. 2017 – 0:33 GT

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Neumondeklipse
26. 2. 2017– 14:58 GT

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Vollmond
12. 3. 2017 – 14:54 GT

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Neumond
28. 3. 2017 – 2:57 GT

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Vollmond
11. 4. 2017 – 6:08 GT

In einigen Bereichen geht es in dieser Zeit auch darum, zwischen verschiedenen Optionen zu wählen: Oft handelt es sich um die Frage, ob Verständnis, Liebe und Mitgefühl im Vordergrund stehen, oder das Streben nach Dominanz, Macht und Kontrolle oder aber eine Haltung, die es darauf anlegt, die bestehenden Strukturen aufzubrechen, um Raum für Neues zu schaffen. – Wobei mit jeder Variante andere, teilweise auch problematische Konsequenzen verbunden sind (etwa: zum «Spielball» des Schicksals werden, heftige Machtkämpfe haben, Zerstörung von wertvollen Ressourcen). Am besten fahren diejenigen, denen es gelingt, Liebe und Empathie zu leben, ohne die eigene Kraft und Macht aufzugeben, sowie klar und selbstbestimmt für die eigene Wahrheit einzustehen und den eigenen Weg zu gehen, dies jedoch mit Respekt und Verständnis gegenüber anderen, ohne das Ganze aus den Augen zu verlieren. Wichtig ist auch, Veränderung und Erneuerung zu suchen, ohne die Erfahrungen und das Potenzial einer gelebten Vergangenheit zu verleugnen. In der gegenwärtig sehr instabilen, teilweise auch chaotischen Lage kann der weitere Verlauf der Dinge je nach Haltung, Wahl und Verhalten sehr unterschiedlich sein, und es ist immer wieder mit gänzlich unvorhergesehenen Wendungen zu rechnen.

Astrologisch gesehen hat im zurzeit laufenden Welttheater das Dreiergespann Jupiter – Pluto – Uranus die Hauptrollen inne und dominiert das Geschehen, während Saturn und Venus in den wichtigsten Nebenrollen fungieren. Die dem Uranus/Pluto-Quadrat zugeordneten Wandlungs- und Umbruchprozesse der vergangenen sechs Jahre (geistige und technologische Revolution; Aufbruch in eine neue Welt und Dimension) spielen dabei eine nicht unerhebliche Rolle. Das letzte genaue Quadrat liegt zwar bereits zwei Jahre zurück, allerdings laufen die beiden Planeten in diesen Monaten mit einem Orb von ungefähr 4 Grad in einem durchaus deutlich spürbaren Aspekt, sie werden zudem durch Mars (21.–28. Februar), Merkur (23.–27. März) und vor allem Jupiter (im ganzen März) aktiviert. Damit treten alle damit verbundenen Themen und Entwicklungen der Jahre 2011 bis 2015 nochmals ins Zentrum des Geschehens. Es wird unübersehbar, wie sehr die Erkenntnisse, Errungenschaften und Entwicklungen dieser Jahre die Gesellschaft und das Leben der einzelnen Menschen geprägt haben und in welchem Mass sie die bisher gültigen Werte und Weltbilder infrage stellten. Vor allem Impulse und Ereignisse der Jahre 2007, 2010/11 sowie Geschehnisse des Frühjahrs 2014 verdienen dabei besondere Aufmerksamkeit. Die seit damals stattgefundenen Entwicklungen – deren Früchte, aber auch die Schatten und Gefahren – dürften deutlich zutage treten. Auf der positiven Ebene zeigt sich nun, wo und wie die sich neu bietenden Möglichkeiten kreativ genutzt werden können. Es ist aber auch möglich, dass etwas, das ursprünglich als «gesunde und positive Entwicklung» begann, sich nun wie ein Krebsgeschwür unkontrolliert wuchernd zur Gefahr für die jeweiligen Systeme entwickelt. Unkontrolliertes Wachstum, Übertreibungen aller Art, Selbstüberschätzung, Anmassung und Selbstgerechtigkeit können zum Problem werden. Parallel dazu dürfte aber auch überdeutlich werden, wo sich Visionen, Hoffnungen und Erwartungen nicht erfüllen lassen und wo ein anfänglicher Höhenflug in einem mehr oder weniger drastischen Absturz endete. Zudem werden auch die in der Vergangenheit geschlagenen «Wunden», die subjektiv und objektiv erlebten Ungerechtigkeiten deutlich spürbar. Von diesen Themen sind Menschen mit Konstellationen im Bereich von 17 bis 24 Grad kardinal (also Widder, Krebs, Waage, Steinbock) besonders betroffen.

Im besten Fall gelingt es in dieser Zeit, Fehlentwicklungen zu erkennen und zu korrigieren, «offene Gestalten» zu schliessen, Altlasten zu bereinigen und ein neues Gleichgewicht zu schaffen. Möglich ist auch, dass wirtschaftliche, politische oder individuelle Krisen zu einer Kursänderung zwingen. Als besonders heikel oder gefährlich können sich in diesem Zusammenhang Menschen und Haltungen erweisen, die nur ihr Idealbild sehen wollen und die Augen verschliessen vor allem, was ihnen nicht passt: die für alles, was nicht nach Wunsch verläuft, nach Schuldigen und Sündenböcken Ausschau halten und rücksichtslos – mit Gewalt und Drohungen, aber auch grossartigen Versprechungen – zum Ziel zu kommen suchen. Gleichzeitig können in diesen Monaten aber auch eigentliche «Lichtgestalten» auftauchen, die anderen Orientierung geben und Vertrauen schaffen. Im Fokus stehen dabei politische, wirtschaftliche, religiöse und spirituelle Führungsfiguren. Auf der persönlichen Ebene geht es um eine innere Standortbestimmung und Neuausrichtung, um das Finden und Schulen des inneren Kompass und der Fähigkeit, zu erkennen, was «wahr» und «richtig» ist.

Saturn und Venus unterstützen und verstärken diese Prozesse. Saturn (direktläufig 25–27.48 Grad Schütze) bewegt sich in den Bereichen der Jupiter/Pluto-Konjunktion von 2007 (Zyklus von Wahrheit, Gerechtigkeit, politischer und geistiger Führerschaft, Populismus) und der Saturn/Uranus-Konjunktionen von 1988 (Zyklus der individuellen Freiheit und Selbstverantwortung, westliches, individualistisches, kapitalistisches Weltmodell). Er nimmt damit Themen, Erfahrungen und Impulse aus dieser Zeit wieder auf. Beide Planetenzyklen sind zudem mundan auch jetzt aktiv (Jupiter/Pluto – abnehmendes Quadrat: Infragestellungskrise; Saturn/Uranus – abnehmendes Trigon: Erkennen und Manifestation des Erreichten). Damit dürften vor allem kapitalistische, nationalistische, populistische und religiöse Weltbilder und Paradigmen auf dem Prüfstand stehen und allenfalls unter Druck geraten. Verhärtungen, Widerstand und Abwehr sind dabei ebenso möglich wie Ereignisse oder Erkenntnisse, welche die Fronten aufbrechen und ganz neue Wege aufzeigen.

Nicht zu unterschätzen ist auch die Rolle der vom 4. März bis 15. April rückläufigen Venus (13.09 Grad Widder bis 26.54 Grad Fische). Ihre Station zur Rückläufigkeit findet auf der Gradzahl des Jupiter/Uranus/Pluto-T-Quadrats von März/April 2014 statt. Danach aktiviert sie rückläufig die Gradzahlen aller Uranus/Pluto-Quadrate. In dieser Phase werden vor allem in den Bereichen Beziehungen, Partnerschaften, Verträge und Werte (Finanzen) Erfahrungen und Ereignisse aus der Vergangenheit wieder lebendig. Im besten Fall können alte Beziehungen und Kontakte wieder aufgenommen, verloren geglaubte oder vergessene Werte neu entdeckt werden. Aber auch in der Vergangenheit nicht ausgetragene oder nicht gelöste Spannungen und Konflikte oder unklare finanzielle Machenschaften dürften in dieser Zeit wieder aufflammen und Aufmerksamkeit verlangen. Die Station zur Direktläufigkeit erreicht Venus am 15. April in Konjunktion zu Chiron (26.30 Grad Fische) und im Quadrat zu Saturn (27.37 Grad Schütze). Dannzumal dürfte in Bezug auf den laufenden Wertewandel ein weiteres Kapitel geschrieben werden.

Von den Themen der rückläufigen Venus sind all jene mit Konstellationen im Bereich 26 Grad veränderlich (Zwillinge, Jungfrau, Schütze, Fische) bis 14 Grad kardinal (Widder, Krebs, Waage, Steinbock) betroffen. Zu den Ländern mit Stellungen in diesem Bereich gehören auch die USA.

Die Themen von Neptun (11–13 Grad Fische) dürften sich vor allem im Februar und Anfang März ebenfalls bemerkbar machen, jedoch auf einer etwas anderen Bühne spielen: Neptun läuft nach wie vor im Bereich des absteigenden Mondknotens. Am 26. Februar findet eine ringförmige Sonnenfinsternis (15.58 Uhr MEZ, sichtbar in Südamerika) in Konjunktion zu Neptun statt, am 2. März bilden die Sonne und am 4. März der Merkur eine genaue Konjunktion zu Neptun. Damit dürften altes spirituelles Wissen, religiöse Erfahrungen, Visionen einer besseren oder gar idealen Welt sowie Sehnsüchte aller Art, aber auch Verwirrungen, Verunsicherungen, Enttäuschungen und Chaoserfahrungen zum Thema werden. Immer wieder wird sich dabei die Frage stellen, ob es möglich ist, die Inhalte und die Erfahrungen aus der Vergangenheit in einer der Gegenwart angepassten Weise zum Ausdruck zu bringen. Wo dies gelingt, können sie zu wertvollen Ressourcen für die Welt werden. Auf der mundanen Ebene erhalten in dieser Zeit Persönlichkeiten aus den Bereichen Religion, Spiritualität und Kunst viel Aufmerksamkeit – aber auch Betrüger und verwirrte Menschen oder solche, die als Folge von Enttäuschungen und Verlusten, Amok laufen. Gemäss einer anderen Entsprechung könnten auch aufsehenerregende Vorfälle, die mit Wasser und Chemie zu tun haben, geschehen. Besonders betroffen sind Menschen mit Konstellationen im Bereich von 0–10 Grad veränderlich (Zwillinge, Jungfrau, Schütze, Fische). Da im Horoskop der Schweiz unter anderem IC/MC sowie der Mond direkt betroffen sind, ist anzunehmen, dass auch hier wichtige Prozesse ablaufen.

Die Venus befindet sich bereits seit Ende Januar im Bereich ihrer späteren Rückläufigkeit, und so gilt es zu beachten, dass Erfahrungen und Ereignisse in den Bereichen Beziehungen und Werte, die im Februar stattfinden, jeweils das erste Kapitel einer längeren Geschichte darstellen. Erst Mitte April dürfte absehbar werden, wie die entsprechenden Geschichten enden.

Zeitlicher Ablauf: Am 6. Februar erreicht Jupiter seine Station zur Rückläufigkeit (auf 23 Grad Waage: in Opposition zu Eris). Damit beginnt eine Phase der Re-Evaluation (bis 9. Juni) von Angeboten, Entwicklungen sowie partnerschaftlichen und rechtlichen Fragen in der Zeit seit November 2016.

In den Tagen nach der Mondfinsternis vom 11. Februar (auf 22.28 Grad Löwe/ Wassermann) erreicht die Lilith das Zeichen Schütze. Damit dürften Frauenfiguren, die den Archetypus der Amazone, Kriegerin oder Jägerin verkörpern, vermehrt zum Thema werden. Es könnte aber auch eine weitere Radikalisierung in Bezug auf politische, kulturelle oder religiöse Fragen stattfinden. Da Jupiter sich im Aspekt zu Chiron befindet, ist dabei mit teilweise unerklärlichen und potenziell problematischen Geschehnissen zu rechnen.

Am 22. Februar erreicht Mars das Quadrat zu Pluto und aktiviert damit die oben beschriebenen Jupiter/Uranus/Pluto-Themen. Am Tag nach der schon angesprochenen Sonnenfinsternis vom 26. Februar (auf 8.12 Grad Fische) erreicht er die Konjunktion mit Uranus und die Opposition zu Jupiter. Entsprechend können persönliche Erfahrungen und mundane Ereignisse in den letzten Tagen des Februars eine nicht zu unterschätzende Bedeutung für die weiteren Entwicklungen haben. Wichtige Erkenntnisse (eigentliche Augenöffner), neue Möglichkeiten und Wege, aber auch Übertreibungen, Fehleinschätzungen und enttäuschte Erwartungen dürften in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle spielen.

Anfang März erreichen die Sonne die Konjunktion mit Neptun (genau am 2. März auf 11.42 Grad Fische), der Jupiter die zweite Opposition zu Uranus (am 3. März auf 22 Grad Waage/Widder), die Venus ihre oben schon angesprochene Station zur Rückläufigkeit und Merkur die Konjunktion zu Neptun (am 4. April auf 11.47 Grad Fische). Damit werden die meisten der oben beschriebenen Themen aktiviert. Entsprechend haben Geschehnisse in dieser Zeit eine wichtige Bedeutung, vor allem in Bezug auf den laufenden Wandel in der Gesellschaft.

In den Tagen um den Vollmond vom 12. März (auf 22 Grad Jungfrau/Fische, im Aspekt zu Chiron und Saturn) erreicht Merkur die Konjunktion zu Chiron (genau am 11. März) und darauf das Quadrat zu Saturn (genau am 12. März). Danach werden folgende Aspekte der Sonne genau: Konjunktion Chiron am 15. März, Quadrat Saturn am 17. März. In diesen Tagen können Dinge geschehen, die nicht erklärbar und nach menschlichem Ermessen nicht «gerecht» sind, da sie nach gängigen Regeln «falsch» und dennoch «richtig» scheinen und nicht mit einem Fehlverhalten in Verbindung stehen.

In der Zeit vom 23. März bis zum Vollmond im April treten die Prozesse rund um Jupiter/Uranus/Pluto wieder in den Vordergrund und gewinnen an Dynamik. Merkur aktiviert das T-Quadrat zwischen dem 23. März und dem 26. Juni, der Neumond vom 28. März (7.37 Grad Widder) aktiviert das Uranus/Pluto-Quadrat von 2012.

Am 30. März findet das zweite Quadrat von Jupiter und Pluto statt (auf 19 Grad Waage/Steinbock). In den Tagen ab dem 7. April erreicht die Sonne das oben erwähnte T-Quadrat. Gleichzeitig läuft die Venus rückläufig im Quadrat zum Saturn (genau am 8. April). Auch der Vollmond vom 11. April beleuchtet die angesprochenen Themen. Entsprechend könnten sich in dieser Zeit die Ereignisse teilweise überstürzen, und es ist mit gänzlich unvorhergesehenen Wendungen zu rechnen.


Hinweis: In diesem «Kalender» nicht explizit erwähnte Konstellationen wurden entweder in der Deutung berücksichtigt oder werden im «Wochenkalender» von Verena Bachmann auf www.astrodata.com aufgegriffen, wo die laufenden Konstellationen für die jeweils kommende Woche detailliert beschrieben sind.


Verena Bachmann, pädagogische Ausbildung; seit 1982 astrologische Beratungspraxis in CH-Zürich; Aus- und Weiterbildung in humanistischer Psychologie (Psychosynthese und Gestaltarbeit); Leiterin der Schule für Erwachsene (SFER); ständige Mitarbeiterin von ASTROLOGIE HEUTE; internationale Vortragstätigkeit; Bücher: «Mondknoten. Lebensweg und Entwicklung im Geburtshoroskop» (2008/2012); «Die Macht des Weiblichen. Astrologische Symbolik im Spiegel des Wandels» (2011); «Visionen einer neuen Zeit» (2010, Mitautorin); «Die Chiron-Fibel. Brückenbauer zwischen Geist und Materie» (2009); «Pluto – Eros, Dämon und Transformation» (1989, Mitautorin); E-Mail: Verena Bachmann

 

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