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Nr. 192, 2018, April / Mai Inhalt
 
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Warum Nostradamus uns nach wie vor einiges zu sagen hat
 
 
von Claude Weiss

Gibt man im Internet das Stichwort «Nostradamus» ein, wird einem von den vielen katastrophenschwangeren Interpretationen der vor bald 500 Jahren vom Seher Nostradamus verfassten Verse beinahe übel, wie Claude Weiss zu Beginn seines Artikels bemerkt: Für jedes Jahr kann man detaillierte angebliche Nostradamus-Prophezeiungen abrufen, und es wird einem schnell einmal klar, dass der Seher für die Profilierung dubioser Anbieter von Sensationsmeldungen als Zugpferd herhalten muss. Ist das Jahr vorbei, ohne dass sich – glücklicherweise – die zuvor verbreiteten Schreckensszenarien erfüllt hätten, wird im Hinblick auf das nächste Jahre wieder wild drauflosfantasiert. Hat man sich nicht schon früher in medial ruhigeren Zeiten mit Persönlichkeit und Aussagen des Sehers aus dem 16. Jahrhundert befasst, dürfte die Neigung gross sein, in Zukunft um den Namen «Nostradamus» einen grossen Bogen zu machen – dies in der festen Überzeugung, dass daran nichts ist und es einem vernünftigen Menschen nicht ansteht, sich in seiner knapp bemessenen Freizeit von solchen Chimären ablenken zu lassen.

Wie der Autor, der sich intensiver mit den berühmten Vierzeilern des französischen Astrologen und Sehers befasst hat, aber betont, gibt es eine ganze Reihe von Aussagen des Propheten, welche entweder so spezifisch sind oder Namen ins Spiel bringen, die derart zutreffend sind, dass man dies nicht dem Zufall zuschreiben kann.

In seinem Artikel pickt er vier Beispiele heraus:

– Tod Heinrich II. im Duell

– Der Spanische Bürgerkrieg

– Flucht und Festnahme Ludwig XVI

– Die aktuelle Bedeutung der Nostradamus-Eklipse von August 1999

Am Interessantesten weil Aktuellsten ist natürlich das letzte Beispiel mit der Prophezeiung für die Sonnenfinsternis vom August 1999, die sich als eine unter Wenigen auf ein von Nostradamus klar benanntes Datum bezieht. Die Bedeutung dieses Ereignisses ist bis heute gegeben, indem es einen Wendepunkt in der Geschichte der westlichen Demokratien, die auf den freiheitlichen Grundsätzen der Aufklärung fussen, darstellen könnte, wie der Autor in seinem Artikel erläutert.
 

Hinweis: Bitte beachten Sie auch den Artikel «Aktuelle Zuordnungen von Nostradamus-Versen» von Iris Gagel im selben Heft.

 


Claude Weiss, beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit Astrologie; Herausgeber der Zeitschrift ASTROLOGIE HEUTE; gründete 1978 die Astrodata AG, welche astrologische Textanalysen anbietet; Präsident des Schweizer Astrologenbundes (SAB); gefragter Referent an internationalen Kongressen; Bücher: «Warum wir uns inkarnieren», «Horoskopanalyse» Bd. 1 & Bd. 2 (Bd. 2 neu überarbeitet und erweitert), «Karmische Horoskopanalyse», Bd. 1 & Bd. 2, Mitautor der Bücher «Pluto – Eros, Dämon und Transformation», «Die Lilith-Fibel», «Wendezeit 2010–2012», «Visionen einer neuen Zeit», E-Mail: Claude Weiss

 

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