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Heftnummer 129 bestellen
 
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Chiron – ein Miniplanet der Minoritäten?
 
 
von Louise Kirsebom
 

 
Am 1. November 1977 um 10 Uhr vormittags entdeckte der amerikanische Astronom Charles T. Kowal aus dem Observatorium in Pasadena, Kalifornien, einen kleinen neuen Planeten zwischen den Bahnen von Saturn und Uranus. Oder besser: einen «Planetoiden». Denn die Fachleute waren sich sofort darüber einig, dass er zu klein und zu unförmig ist, um zu den Planeten zu zählen, andererseits zu gross, um Asteroide zu sein. Und so bezeichneten sie ihn als Planetoid. Und der kleine Neue wurde Chiron getauft. Aber obwohl klein und unbekannt, wurde er schnell zur Sensation und Attraktion in astrologischen Kreisen, vor allem in tiefenpsychologischen, jungianischen und archetypisch orientierten. Und im Laufe von nur zehn Jahren boten die meisten astrologischen Kongresse zahlreiche Vorträge über Chiron und seine Bedeutung an, es erschienen viele Bücher und unzählige Artikel. 
 
Louise Kirsebom, die sich – zusammen mit ihrem Mann Johan Hjelmborg – vor allem als Stundenastrologin einen Namen gemacht hat, schildert in ihrem Artikel, wie sie Chiron, diesen neuen astrologischen Faktor, lange Zeit in ihrer Arbeit ignorierte und erst später durch – fast zufällige – Entdeckungen immer mehr auf ihn aufmerksam wurde. Dabei hat sie die Zuschreibung von  Chiron als «der verletzte Heiler» am meisten interessiert und in ihrer praktischen Arbeit untersucht. Wie sie in ihrem Artikel zeigt, war in den von ihr untersuchten Fällen Chiron wohl vielfach sehr einflussreich, allerdings war immer auch ein anderer, klassischer astrologischer Faktor ebenfalls an dominanter Stellung, der die entsprechenden Geschehnisse erklären konnte. 
 
In ihrer kritischen Untersuchung kommt Louise Kirsebom schliesslich zu einer eigenen, differenzierten Interpretation von Chiron, welche die üblichen Zuschreibungen um einige Gesichtspunkte erweitert. Dabei bleiben, was diesen „Aussenseiter“ in astrologischer Hinsicht betrifft, noch viele Fragen offen.
 


Louise Kirsebom, Jg. 1951; seit 1978 hauptberuflich Astrologin; Schwerpunkt Stundenastrologie; Kurse und Vorträge; Autorin zahlreicher Artikel und Bücher (mit Johan Hjelmborg), u. a. «Das Konsultationshoroskop», «Merkur – Wesensglieder und Gestalten» (Website: www.stellium.dk)

 

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