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Nr. 199, 2019, Juni / Juli Inhalt
 
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B Ü C H E R S C H A U 

 

 

Der uranische Sprung 
 
Ulla Doubrava
Die Zukunft hat bereits begonnen
Saturn, Chiron und Uranus als Wegweiser für die neue Zeit

 

Pb., 116 S., €-D 16,50
nur erhältlich bei: astronova.de

     

Es ist nicht zu übersehen: Ulla Doubrava ist vom Gegenstand ihres Buches Die Zukunft hat bereits begonnen – den Verheissungen des aufkommenden Wassermannzeitalters – ganz offensichtlich persönlich genauso entzündet, wie es uns allen der aktuelle uranische Zeitgeist suggeriert.

Nach einer sehr lesenswerten Einleitung zur Herkunft und Bedeutung der Zyklen des «Platonischen Jahres» (konkret der Übergang vom Fische- ins Wassermannzeitalter und die astrologische Deutung der sie regierenden Planeten Jupiter und Neptun sowie Saturn, Uranus und Chiron) geht die Autorin ins Detail und beschreibt die unterschiedlichsten Bereiche unserer schon gegenwärtigen (Was ist schon da?) und vor allem zukünftigen (Was können wir erwarten?) uranisch geprägten Lebenswirklichkeit. Neben anderem illustriert sie unter den Stichworten «Globalisierung», «der mündige Bürger», «nicht-lineare Entwicklungen», «vernetztes Denken», «interdisziplinäres Lernen und Zusammenarbeit» beispielhaft, wie sich unser aller Leben etwa in Familie, Kommunikation, Ökonomie und Arbeit schon – teilweise sprunghaft (typisch uranisch) – verändert hat. 

Dass sie ihren überwiegend positiven Prognosen aber auch die möglichen Schattenseiten eines «neuen Bewusstseins» (aus Löwe, Gegenzeichen zu Wassermann) gegenüberstellt, ist astrologisch seriös. Denn stünden wir – hypothetisch – zurzeit nicht am Ende, sondern am Beginn des Fischezeitalters: Welcher Astrologe hätte unter dem Einfluss des damals regierenden Jupiter sowie auch Neptuns in der Summe nicht ein Zeitalter der Sinnsuche, des Friedens und der Spiritualität prognostiziert – und hätte doch rückblickend bei der Betrachtung des konkreten Verlaufs der letzten rund 2160 Jahre – unter vielem anderem – vor dem Hintergrund endloser nicht nur Glaubenskriege (Jupiter unerlöst) und einem krassen Materialismus (Fische-Gegenzeichen Jungfrau unerlöst) seine Prognose korrigieren müssen? Was uns bleibt, ist die Hoffnung. Vielleicht gelingt ja der uranische «Sprung». 

–Peter Schlapp
 

Hoch fliegen und wunderschön singen
 
Bernadette Brady
Lehrbuch der astrologischen Prognose

Transite – Progressionen – Finsternisse
 

392 S., €-D 34,00 / €-A 35,00 / sFr. 58,00 fPr
Chiron Verlag, D-Tübingen 2010
 
Bernadette Brady beginnt ihr Lehrbuch der astrologischen Prognose mit der Metapher von Adler und Lerche. Die Intuition des Astrologen ist wie die Lerche, die wunderschön singen kann, und die Techniken der Astrologie sind wie der Adler, der wunderbar hoch fliegen kann. Erst die richtige Kombination von Intuition und astrologischem Handwerk führt zur guten astrologischen Prognose.
 
In ihrem Buch stellt die Autorin die modernen Techniken vor, um eine gute astrologische Vorausschau durchführen zu können: Transite, Progressionen, Wiederkehrhoroskope, Finsternisse, Mondphasen, Saros-Zyklen u. a. m. Zu allen Methoden liefert sie Beispiele und Deutungstexte. Exkurse in die Historie der Prognosetechniken bieten wertvolle und interessante Informationen. Das Buch ist gut strukturiert und dient auch als Nachschlagewerk. Bradys Sprache ist direkt und lebendig, was das Lesen zum Vergnügen macht.  

–Lydia Wentzel
 


Modern und insprierend
 
Norbert Giesow
Astrologie, Partnerschaft, Sex und Karma

 

Pb., 308 S., €-D 24,00 / €-A 24,70 / sFr. 39.90 fPr
Books on Demand, D-Norderstedt 2011
 
Norbert Giesow legt hier ein Buch vor zum Bereich der Partnerschaftsastrologie: Astrologie, Partnerschaft, Sex und Karma. Der Autor vereint dabei wichtige Methoden und Elemente der Partnerschaftsastrologie. Ausführlich beleuchtet er die Tierkreiszeichen-Verhältnisse der Partner zueinander, mal via den gegenüberstehenden Sonne-Stellungen, mal anhand gleicher Tierkreiszeichenpositionen der Sonnen und schliesslich aller Zeichen untereinander bei entsprechender Betonung im Geburtshoroskop (jenseits nur der Sonne-Stellung). Dem folgt ein Abstecher zur Synastrie mit Fokus auf Sonne- und Mond-Stellungen – jeweils bei Frau und Mann – sowie eine Charakterisierung des Geburts-Mondes mit seinen seelischen Bedürfnissen in den zwölf Tierkreiszeichen. 
 
Im Kapitel «Häuserkreis» geht Giesow auf den Deszendenten und seinen Herrscher ein – Zeichenstellung und Hausstellung –, wie er auch Composit und Combin bespricht, samt den Deutungen des Aszendenten und der Häuser. Zwei weitere Kapitel widmet der Autor zum einen den möglichen Kommunikationsproblemen – Merkur im Aspekt zu Saturn, Chiron, Uranus, Neptun und Pluto – und zum anderen den klassischen körperlich-triebhaften männlichen und weiblichen Planeten Mars und Venus, ihren Zeichenstellungen und den Aspekten mit den äusseren Planeten ab Saturn. 
 
Alle Konstellationen und Verbindungen werden von Giesow sowohl in männlicher wie in weiblicher Perspektive gedeutet. Darüber hinaus werden die oben genannten Kapitel von weiteren Abschnitten begleitet, die zu Anfang des Buches zum Beispiel über die geistig-spirituelle Orientierung und Sicht des Autors auf Mensch und Kosmos informieren. Und gegen Ende des Werkes wird eine konkrete Beziehung anhand der Geburtshoroskope, mit Synastrie wie Combin und Composit, gedeutet, bevor Giesow über die buddhistisch-spirituellen Aspekte von Beziehungen referiert und zum Ausklang die kosmische – bzw. überpersönliche – Dimension menschlicher Existenz skizziert. 
 
Giesow ist es gelungen, vor allem jüngeren Astrologieeinsteigern wichtige Methoden und Elemente der Partnerschaftsastrologie – durchaus auch mal unterhaltsam – zugänglich zu machen. Seine Haltung ist erkennbar spirituell und doch nie aufdringlich. Dass die Emotionen und der Mond dank theosophischer wie buddhistischer Sichtweisen von Giesow etwas auf der Strecke bleiben – der Einfluss des Mondes gilt es zu überwinden wie zum Beispiel in der Huber-Schule –, färbt das Werk, verzerrt es aber nicht. In seinen Typisierungen – von Planeten, Tierkreiszeichen und Häusern – ein Werk für Anfänger, mit breiter Perspektive, welches entsprechend weniger in die Tiefe und Praxis oder technische Details geht, aber modern und inspirierend wirkt.
 
–Andreas Schmitt
 

   

 

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